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Bild von klagox

Hornbläser und Verwerter (Kommentar)

Die neue Tarifstruktur der Gema ist mit vernichtender Kritik von Discothekenbetreibern versehen worden. Niggels von Uhlenbruch hat sich die Mühe gemacht die neuen Gebühren der GEMA mit den alten Tarifen zu vergleichen. Ein Blick auf die Tabelle bringt schlagartig Klarheit, warum die Clubbetreiber Sturm gegen die neue Tarifstruktur laufen.
Eine Tarifanpassung von 5-10% wäre verständlich gewesen. Sicher hätten einige Betreiber gemosert, aber so eine Anpassung wäre ohne großen Aufschrei hingenommen worden.
 
Ist der Ruf erst ruiniert .....
Nun kann die GEMA erst recht aus dem Vollen schöpfen. Es ist ja noch genug Erde für das eigene Grab vorhanden. Dadurch hat die Onlinepetition gegen die Tarifreform nun schon über 70000 Unterzeichner gewonnen.
 
Und noch eine zweifelhafte Aktion
Mit der Aktion Wir sind die Urheber ist nun eine Liste veröffentlicht worden, die nicht wenige dazu nutzen werden verschiedene Namen von ihrem Einkaufszettel zu streichen.
Aber halt, Stopp.
Bild von klagox

Ist eine Änderung des Urheberrechtes nötig?

Die Piraten fordern eine Abschaffung des Urheberrechts in der jetzt bekannten Fassung. Das die Piraten fordern die Urheber zu entrechten und das Musik generell kostenlos sein soll ist eine verbreitete Meinung der Verwerterindustrie und der GEMA.
Das stimmt mal so nicht. Das es unter den Piraten eine sehr breite Meinungsvielfalt gibt, die auch auf einem Teil Unwissenheit beruht macht es den bisherigen Lobbyisten leicht sich als Heilsbringer der Urheber ins Licht zu rücken.

Ein Antrag an den Bundesparteitag bringt da einige Klarheit wie die Piraten zum Urheberrecht, aber auch wie sie zum Schutz der Urheber stehen.

Ist das Urheberrecht nun wirklich reformbedürftig?
Im Prinzip eigentlich nicht. Ich als Urheber habe durch das Urheberrecht natürlich alle Rechte. Aber schützt es mich wirklich? Insbesondere vor der GEMA und ihrer so genannten Gemavermutung?
Nein! Ich, als Urheber, bin der Gemavermutung schutzlos ausgeliefert.

Bild von klagox

Ereignisreiche Wochen von der Urheber...äh Verwerterfront (Glosse)

Zum Einen hatte sich Sven Regener im Ton vergriffen und mußte einiges an hämischen und bösen Kommentaren einstecken. Zum Anderen hatten sich 51 Tatortautoren mit einem merkwürdigen Brief der offenen Art von wem auch immer initiiert zu Wort gemeldet.
 
Unsere Bundesregierung bastelt immer noch, mit mehr oder weniger Erfolg, am 3. Korb des Urheberrechts herum. Evtl. sollten sie Die Piraten als Berater hinzuziehen damit die Meinungsvielfalt an diesem Bastelprojekt auf eine breite Basis gestellt wird. Sollte sich der eine oder andere Politiker der etablierten Parteien dazu hinreißen lassen zu gestehen das er keine Ahnung hat ob der 3. Korb jemals vernünftig umgesetzt wird, lässt die Hoffnung aufkeimen das Politik nun etwas ehrlicher wird.
 
Am 26.04. 12 war der Tag des Urheberrechts, oder vielmehr der Tag des geistigen Eigentums
Wer diese blöde Idee hatte so einen Tag zu schaffen ist leicht zu erraten.
Bei solchen Gegebenheiten melden sich immer die selben Leute zu Wort. Natürlich mit ähnlichem Wortlaut um den verfolgten Interessen ein hohes Gewicht bei zu messen.
Nur habe sie es noch nicht gemerkt das kaum noch jemand zuhört. 
Bild von aiwam

Geht der Gema nun das Augenmaß verloren? - Petition gegen die Tarifreform 2013

Wie schon seit längerem bekannt will die ab dem 1. Januar 2013 eine vollkommen neue Tarifstruktur im Veranstaltungsbereich zur Anwendung durchsetzen.
für Livemusik und für Tonträgermusik sollen nun zwei Tarife die bis jetzt geltenden elf Tarife absetzen.
Die Gema begründet die Umstellung mit dem Argument die neue Tarifstruktur sei einfacher und ausgewogener als die bisherigen Tarife.

http://www.kultur-retten.de/

 

Gegen die geplante Tarifumstellung laufen die Veranstalter nun Sturm und es wurde eine Onlinepetition gestartet die schon über 45.000 Unterstützer hat.

 
Pressemitteilung der DEHOGA
Bild von aiwam

Nach dem Punktsieg sieht Gema-Chef Harald Heker Youtube im Handlungszwang

Die Gema will vorerst keine weitere Sperrung von Musiktiteln erwirken. Dem Nachrichtenmagazin "der Spiegel" sagte Heker:
 
"Dieses Verfahren ist ganz bewusst ein Musterverfahren. Die Titel waren zufällig gewählt. Unsere Hoffnung ist, dass YouTube mit uns jetzt wieder ernsthaft verhandelt." Entweder müsse die Videoplattform den Urheberrechtsschutz gewährleisten oder "einen sauberen Vertrag" schließen. Man sei verhandlungsbereit. "Wir wollen YouTube nicht verklagen, wir wollen einen Vertrag",
Es bleibt abzuwarten wie sich die Kontrahenten weiterhin behaken. Das Urteil gegen Youtube ist ein vorläufiges. Das OLG kann durchaus anders entscheiden.